Sicherheit in Hotel und Unterkunft – wie können Besitzer ihre Gäste am besten schützen?

Endlich ist Sommer und nun ist es wieder soweit: der langersehnte und hart verdiente Urlaub steht an. Es geht ans Meer, in die Berge oder auf Sightseeing-Tour in eine Metropole. Vollkommen egal, wo die Präferenzen für das Urlaubsgebiet liegen, jeder erwartet von seinen freien Tagen fernab der Heimat nur das Beste. Es wird auf gutes Wetter gehofft, viel Spaß und gute Laune und natürlich auch auf eine akzeptable Unterkunft. Die wenigsten machen sich dabei Gedanken um die Sicherheit und die mögliche Kriminalitätsrate in ihrem Zielgebiet.

Wenn die Taschendiebe zuschlagen...

Während die meisten ihren Urlaub also vollkommen unbeschwert und voller Vorfreude antreten, machen sich die wenigsten darüber Gedanken, ob das gebuchte Hotel und die Umgebung auch wirklich sicher sind. Beispiel Berlin: Laut berlin.de hat mit mehr als 25 Millionen Übernachtungen im Jahr die deutsche Hauptstadt 2013 für sich einen neuen Tourismus-Rekord aufgestellt.

„Berlin schreibt gerade eine starke Comeback-Story als Weltstadt. Das zeigen die fast 25 Millionen Übernachtungen, aber auch die Sympathie, die der Stadt insbesondere im Ausland entgegengebracht wird. Hierher zieht es Touristen, Kreative und viele hochqualifizierte junge Menschen gleichermaßen. Mit Talenten, Technologie und Toleranz entwickelt sich die Stadt vorbildlich.“ Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin

tourist-info-sicherheit-in-hotel-und-unterkunft-1238-1802Doch wo sich viele Touristen aufhalten, steigt auch in der Regel die Kriminalitätsrate. Taschendiebe sehen in den Auswärtigen leichte Beute, konzentrieren sich Touristen doch meist nicht auf ihre Handtaschen oder Geldbörsen. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und schon sind die Wertsachen verschwunden. Dies passiert vor allem an Orten, an denen viele Touristen unterwegs sind, dem Alexanderplatz beispielsweise. Wenn ein solcher Taschendiebstahl erst einmal geschehen ist, ist die Chance auf Rückerhaltung der Wertsachen doch sehr gering. Der Ärger geht los: Papiere weg, Geld weg, Urlaubsspaß weg. Dem Urlauber bleiben nur der Gang zum nächsten Polizeirevier und die schlechte Erinnerung an eben diesen Urlaub.
Damit dies nicht geschieht, lassen viele Touristen ihre Wertsachen im Hotel, an dem vermeintlich sichereren Ort. Doch auch in der Urlaubsunterkunft sind Diebstähle und andere Straftaten nicht ausgeschlossen.
Im Gegenteil: Gerade in typischen Touristen-Hotels kommt es immer wieder dazu, dass Geld oder andere Wertsachen aus dem Zimmer verschwinden.

So schützen Hotelbesitzer ihre Gäste und sich selbst am besten

Um die Sicherheit in einem Hotel so hoch wie möglich zu halten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die zur Anwendungen kommen können bzw. zusammen zwar keinen 100%igen Schutz liefern, den Sicherheitsstandard aber sehr hoch halten können:

  • 24 Stunden Rezeption
    In manchen (günstigeren) Hotels ist die Rezeption nicht rund um die Uhr besetzt. Dabei ist dies ein großer Vorteil, weil ein Angestellter genau sehen kann, wer das Hotel betritt und verlässt.
  • Kameraüberwachung
    Kameras im Innen- und Außenbereich eines Hotels anzubringen, hat nicht nur eine abschreckende Wirkung, sondern lässt auch nachvollziehen, wer sich wann im Hotel aufgehalten hat. Besonders geeignet sind hierbei Netzwerkkameras, die eine viel höhere Auflösung bieten als analoge Kameras, wie hier erhältlich. Der Fachmann für Sicherheitstechnik wird bei der Beratung eines deutlich machen: Überwachungskameras dürfen nur in den öffentlich zugänglichen Bereichen des Hotels installiert werden, keinesfalls in den Gästezimmern.
  • Verzicht auf Zimmerschlüssel
    Ein Schlüssel lässt sich schnell nachmachen. So könnten ehemalige Hotelgäste leicht in das Zimmer kommen, das nun von einem anderen Urlauber benutzt wird. Um dagegen vorzugehen, bietet sich die Möglichkeit der PIN-Codes oder Zimmerkarten an. PIN-Codes werden nach dem Check-Out wieder neu generiert und bei Kartenverlust können Zugangsdaten gelöscht werden. Zudem ist es so immer nachvollziehbar, wann und wer ein Zimmer betreten hat.
  • Geschultes Personal
    Nicht nur Diebstahl kann ein Risiko in einem Hotel darstellen, sondern auch Streitereien und Provokationen. Wird das Personal speziell auf solche Situationen geschult, kann es deeskalierend eingreifen.
  • Brandschutz und Sicherheitsleitsysteme
    Die Sicherheit der Urlauber und auch des Hotels muss nicht nur durch Kriminalität gefährdet sein. Auch ein Brand kann Mensch und Haus in große Gefahr bringen. Hier ist es ratsam, in jedem Zimmer einen Rauchmelder anzubringen und ein Fluchtwegkonzept ausgearbeitet zu haben. Fluchtpläne und Sicherheitsleitsysteme mit entsprechender Notfallbeleuchtung sollten ebenso vorhanden sein.

Diebstahl im Hotel – leider keine Seltenheit

Wie erwähnt, glauben viele Hotelgäste ihre Wertsachen und ihr Gepäck im Hotel sicher. Doch dem ist nicht immer so. Es kann verschiedene Gründe geben, wodurch eben solche Dinge gestohlen werden können:

  • Diebstahl durch das Personal
    Sicherlich ist jedes Hotel darauf bedacht, vertrauenswürdiges Personal einzustellen. Doch leider lässt sich den Menschen nicht in den Kopf schauen, sodass es in seltenen Fällen sein kann, dass sich der eine oder andere Angestellte als Langfinger entpuppt. Gerade das Putzpersonal hat theoretisch die Möglichkeit, sich in aller Ruhe im Zimmer umzuschauen und findet schnell die goldene Uhr unter dem Kopfkissen oder die versteckten 100 Euro auf dem Schrank.
  • Falsche Schlüsselherausgabe
    tourist-info-sicherheit-in-hotel-und-unterkunft-1238-1803Damit der Schlüssel zum Zimmer nicht verloren geht, geben viele Urlauber diesen an der Rezeption ab und denken, dass nun nichts passieren kann. Allerdings ist das Personal an der Rezeption nicht immer mit der vollen Aufmerksamkeit dabei und richtet sich nach den Regeln des Hotels. So kann es durchaus vorkommen, dass eine Person, die kein Gast im Hotel ist, behauptet, das entsprechende Zimmer zu haben, den Schlüssel ausgehändigt bekommt und sich dann ungestört an den Wertgegenständen des Opfers bedienen kann.
  • Ungesicherte Gepäckaufbewahrung
    Kommt der Urlauber etwas früher als erwartet im Hotel an und ist das Zimmer noch nicht fertig oder hat er bereits ausgecheckt und möchte noch einen Tag in der Stadt verbringen, bieten viele Unterkünfte die Möglichkeit, das Gepäck in einem speziellen Raum aufzubewahren. Leider wird hier aber nur in den seltensten Fällen ein Blick auf den Gepäckaufbewahrungsraum geworfen und oftmals befindet sich dieser weitab der Rezeption, sodass theoretisch jeder von der Straße hineinspazieren und gleich das gesamte Gepäck entwenden kann.

Aber nicht nur Hotelgäste können Opfer von Diebstählen werden, sondern das Hotel selbst auch. Eigentlich dürfen Urlauber aus der Unterkunft gar nichts mitnehmen. In der Regel drücken Hoteliers dennoch ein Auge zu, wenn eine kleine Shampooflasche als Souvenir mit nach Hause genommen wird. Bei Bademänteln und Handtüchern wird es dann schon kritischer. Manch einer zeigt dann aber sein ganzes kriminelles Potential, indem er auch elektrische Geräte entwendet oder Einrichtungsgegenstände zerstört – ein klarer Fall von Diebstahl bzw. Vandalismus und ein großer Verlust für das Hotel.

Bildquellen:
  • Commons.wikimedia.org © BrokenSphere (CC BY-SA 3.0) | BrokenSphere | Commons.wikimedia.org | berlin-info
  • Commons.wikimedia.org © Jorge Royan CC BY-SA 3.0 | Jorge Royan | Commons.wikimedia.org | berlin-info

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