Burn-out & Co.: Viele Berliner leiden unter psychischen Problemen

Ob die Anzahl psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft in den letzten Jahren zugenommen hat, ist schwer zu messen. Belegen lässt sich allerdings, dass immer mehr Menschen entsprechende Krankheitsbilder an sich oder ihren Nächsten erkennen und sich therapeutische Hilfe suchen. Besonders oft werden seelische Leiden in der Bundeshauptstadt Berlin diagnostiziert.

news-burn-out-auch-in-berlin-ein-problem-1400-2238Psychische Erkrankungen wie Burn-out, Angststörungen und Depressionen sind in vielen Berufen ein Tabuthema. Und das, obwohl sie deutschlandweit rund ein Drittel der Erwerbstätigen betreffen. Ganz vorne mit dabei: Berlin. Bei 34,4 Prozent der erwerbstätigen Hauptstädter wurde dem Barmer Gesundheitsreport für Berlin und Brandenburg zufolge im Jahr 2012 eine psychische Störung diagnostiziert. Berlin liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 30 Prozent. Dies schlägt sich auch auf die Fehlzeiten nieder. Zwar sind psychische Probleme nach Muskel-Skelett-Erkrankungen nur die zweithäufigste Ursache für krankheitsbedingte Ausfälle, psychische Leiden haben aber durchschnittlich deutlich längere Fehlzeiten zur Folge. Während der Länderdurchschnitt 2012 bei 314 Krankentagen pro 100 Erberbstätige lag, fehlten die Berliner im Durchschnitt 378 Tage. 7,4 Prozent von ihnen waren aufgrund psychischer Leiden krankgeschrieben.

Das große Problem psychischer Erkrankungen ist, dass sie häufig nicht ernst genommen werden. Während es eine Selbstverständlichkeit ist, sich bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt krankzumelden, scheuen noch immer viele Arbeitnehmer davor zurück, wegen seelischer Leiden zu Hause zu bleiben. Dabei klagen immer mehr Menschen über eine reduzierte Leistungsfähigkeit aufgrund emotionaler Erschöpfung. Entsprechende Zustände wie das Burn-out-Syndrom sind jedoch wissenschaftlich nicht als Krankheit anerkannt. Stattdessen wird Burn-out in der ICD-10 – der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" – als ein "Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" bewertet.

Von Burn-out Betroffenen wird oft geraten, dass sie "sich zusammenreißen", "ausruhen" oder "gesünder leben" sollten. Damit lässt sich das Problem in der Regel jedoch nicht beheben. Stattdessen sollte das Leiden psychologisch, medizinisch oder alternativmedizinisch behandelt werden. Da das Burn-out-Syndrom zum Teil die gleichen Symptome wie eine Depression zeigt, gehen einige Experten davon aus, dass es sich beim Burn-out um eine depressive Störung handelt. Andere halten es für möglich, dass sich aus einem Burn-out eine Depression entwickeln kann. Sicher ist jedoch, dass Betroffene sich in jedem Fall an einen Arzt wenden sollten, wenn sie unter Symptomen wie Reizbarkeit, Antriebsschwäche, ständiger Müdigkeit und Erschöpfung, chronischen Schlafstörungen, Versagensängsten oder Konzentrationsschwäche leiden. Denn diese führen nicht selten auch zu körperlichen Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Problemen, Blutdruckschwankungen, Atemnot, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Rückenproblemen und Hörstörungen bis hin zum Hörsturz oder Tinnitus. Außerdem befördern die genannten Symptome eine erhöhte Verletzungs- und Infektanfälligkeit.

Bildquellen:
  • Burn-Out | berlin-info

  • Immobilien Berlin

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