Berlin gedenkt dem Ende der Teilung vor 25 Jahren

Berlin

Noch vor 25 Jahren teilte eine Mauer die Stadt Berlin. Die heutige Metropole, die Besucher aus der ganzen Welt in ihren Bann zieht, gab es im November 1989 nicht. Vom alten Glanz und vom Leben in der Großstadt war nach etwa 50 Jahren voll des Krieges, der Teilung und der Isolation nichts übrig geblieben.


Nach den Zerstörungen des zweiten großen Weltkrieges war die Stadt zum Schauplatz eines weiteren Gefechts geworden: Ein Konflikt ohne Waffen, der gleichwohl das Schicksal vieler Menschen beeinflusste. Der Westen der Stadt bildete eine kleine Enklave der Bundesrepublik, die mehr an ein Dorf als an eine ehemalige Hauptstadt erinnerte. Im Osten der Stadt blieb die Zeit stehen. Neues Leben entstand lediglich am Rand in groß angelegten neuen Siedlungen. Immerhin durfte Berlin im Ostteil eine Hauptstadt sein. Durchzogen wurde die Stadt noch im Herbst 1989 von einer Grenze, die Familien spaltete und Freunde entzweite. Die Berliner Mauer war das Symbol des geteilten Deutschlands und des Eisernen Vorhangs, der Europa durchtrennte.

Heute ist Berlin nicht nur erneut die Hauptstadt Deutschlands. Die Stadt ist wegen ihrer Ausstrahlung und ihrer Geschichte zu einem beliebten Reiseziel geworden. Die Metropole zieht dabei alle Generationen gleichermaßen in ihren Bann.

In jedem Jahr zum 9. November gedenken die Berliner der Teilung. Es werden Kerzen angezündet und in den Zeitungen wird über die Teilung berichtet. Im Jahr 2014 jährt sich die Öffnung der Mauer zum 25. Mal. Zur silbernen Hochzeit von Ost- und Westberlin wird es zahlreiche kulturelle Veranstaltungen geben. Den Höhepunkt bildet eine Lichtgrenze, die noch einmal an die Zeit der Teilung erinnern und sich dann „in Luft auflösen“ wird.

Kreuzberg blickt über die Mauer nach Osten

news-berlin-gedenkt-dem-ende-der-teilung-vor-25-jahren-1244-1857Das Deutsche Historische Museum (DHM) ist allein wegen seiner Dauerausstellung einen Besuch wert. Im großen Gedenkjahr sind zudem zwei Sonderausstellungen besonders interessant. Die Erste behandelt den Ersten Weltkrieg, dessen Ausbruch sich in 2014 zum 100. Mal jährt. Die andere Sonderausstellung zeigt Fotos aus den Archiven des DHM, die das Leben und Arbeiten im Sozialismus zum Thema haben. Es sind Fotos zweier freier Journalisten, deren Aufgabe es war, ein idyllisches Bild eines funktionierenden und prosperierenden Staates nach innen und nach außen zu transportieren.

Während sich das Gros der Ausstellungen thematisch mit dem Leben, dem Alltag und der Diktatur in der ehemaligen DDR befassen, wird es am Checkpoint Charlie etwas Gegenteiliges geben. Das „asisi Panorama zum geteilten Berlin“ behandelt den Blick vom Westberliner Kreuzberg aus in den Ostberliner Stadtteil Mitte. Gezeigt wird ein fiktiver Herbsttag in den 1980er Jahren. Behandelt wird das Leben der Westberliner an und mit der Mauer. Auf dem riesigen Panorama ist auch die DDR-Wachmannschaft auf den Grenztürmen zu sehen, wie sie vom leblosen Mauerstreifen hinüberschauen in das lebendige Westberlin.

Das DDR-Museum beschäftigt sich derweil in einer Dauerausstellung mit dem Leben im Sozialismus. Gezeigt werden Dinge des Alltags. Während andere Ausstellungen ihre Exponate in Vitrinen präsentieren, sollen Besucher dazu anregt werden, alles anzufassen und mithilfe der Exponate auf eine ganz eigene Entdeckungsreise zu gehen.

Den Höhepunkt des Gedenkjahres stellt die eingangs schon erwähnte Lichtgrenze dar. Sie ist nicht mit dem jährlich in Berlin stattfindenden Lichtfest im Oktober zu verwechseln. Die Lichtgrenze wird zwischen dem 7. und dem 9. November die Teilung Berlins noch einmal begreifbar machen. Die Installation wird über 15 Kilometer lang sein und die ehemalige innenstädtische Mauer von der Bornholmer Straße bis zur Oberbaumbrücke nachzeichnen. Parallel dazu wird es eine Open-AirAusstellung geben, die an den verschiedenen historischen Stationen die Geschichte der Teilung, der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls erzählt.

Die Mauer war keine natürliche, von den Menschen gewollte Grenze. Sie ist der Bevölkerung in Ost wie in West aufgezwungen worden. In den frühen 90er Jahren war sie stark in den Köpfen der Menschen verankert. Das ist die „ungewollte Grenze“ heute nicht mehr. Ein symbolischer Akt am Jahrestag der Maueröffnung soll dies verdeutlichen: Am Abend des 9.November 2014 werden Tausende Ballonpaten im Rahmen eines Countdowns ihre Ballons der Lichtgrenze in die Höhe fliegen und die Grenze damit symbolisch verschwinden lassen.

Besucher, die dieses besondere Jubiläum in Berlin miterleben wollen, können sich auf den Seiten des Reiseveranstalters Lastminute.de über Unterkünfte und Anreisemöglichkeiten informieren. Neben dem reichhaltigen Ausstellungsangebot wird ein Besuch der ehemaligen Orte der Teilung empfohlen. Die einstigen Grenzstreifen sind inzwischen bebaut, bepflanzt und mit Leben gefüllt worden. Durchzogen sie Anfang der 90er Jahre noch wie Narben die frisch vereinte Stadt, sind heute nur noch Spuren von ihnen auszumachen.

Bildquellen:
  • Berliner Mauer - East Side Gallery | berlin-info
  • Berliner Mauer - East Side Gallery | berlin-info
  • Berliner Mauer - East Side Gallery | berlin-info

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