Abfallentsorgung Berlin: Altgeräte richtig entsorgen

In jedem Haushalt finden sich die verschiedensten Elektrogeräte. Funktionieren diese nicht mehr oder werden sie durch neue Geräte ersetzt, sammelt sich eine Menge Elektroschrott an. Wie wird man diesen in Berlin los, ohne dabei die Umwelt und Gesundheit zu gefährden oder gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen?

Achtung: Müll ist nicht gleich Müll

Im Gegensatz zu anderem Müll darf man Elektroschrott nicht einfach in eine der regulären Tonnen geben. Stattdessen hat man vier Möglichkeiten der Entsorgung:

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Zu den Geräten, für die diese Entsorgungsmöglichkeiten infrage kommen, gehören die großen haushaltsüblichen Elektrogeräte und IT-Geräte wie Fernseher, Computer, Laptop, Drucker, Kopierer, Scanner, Stereoanlage, Spielkonsolen und Videorekorder oder DVD-Player. Unter den sogenannten „weißen Waren“ werden Waschmaschine und Trockner, Kühlschrank und Gefrierschrank, Elektroherd, Geschirrspülmaschine und Klimaanlage zusammengefasst. Zu guter Letzt gibt es die Haushaltskleingeräte wie Kaffeemaschine, Toaster, Mixer, Haartrockner und natürlich Mobiltelefone und Digitalkameras.

Da Elektronikschrott auf der einen Seite giftige Stoffe – u. a. Quecksilber und Blei – enthält, welche die menschliche Gesundheit sowie die Umwelt gefährden können, und auf der anderen Seite recycelbare Teile wie Metall beinhaltet, gelten besondere Entsorgungsverordnungen. Seit 2006 ist die Elektronikschrott-Entsorgung über den Hausmüll verboten. Hier gibt es einen kurzen Überblick, wie man die Altgeräte in Berlin richtig entsorgt.

Abholen lassen oder selbst entsorgen

Mit der Zeit sammelt sich reichlich Elektronikschrott an. Laut ZEIT ONLINE produziert kein anderes EU-Land so viel Elektroschrott wie Deutschland (777.000 Tonnen im Jahr 2010). Wohin mit all dem Elektroschrott? So manch einer bewahrt die Geräte im Keller oder andernorts auf und wartet, bis es wieder Zeit für eine Sperrmüllabfuhr im eigenen Stadtteil ist. Pro Abfuhr werden höchstens acht große Elektrogeräte angenommen, darunter drei "weiße Waren". Bei den Kleingeräten gibt es kein Limit.

Will man nicht so lange warten oder hat keinen Platz, um die Altgeräte aufzubewahren, kann man sie selbst zum Recyclinghof fahren. Zahlen muss man hierfür nichts, und die Menge an abgebbarem Elektroschrott bei den kommunalen Sammelstellen in Berlin und Umgebung ist unbegrenzt – aber dafür muss man die Zeit, Mühe und Kosten für den Transport auf sich nehmen. Außerdem darf nicht vergessen werden: Sind in den Elektrogeräten Batterien enthalten, sollten diese entnommen und gesondert an Sammelstellen oder beim Händler zurückgegeben werden!

Altgeräte kostenlos zurückgeben

Es ist möglich, die alten bzw. defekten Geräte an den Händler zurückzugeben, bei dem man sie gekauft hat. Rücknahmepflichtig sind laut Elektrogesetz fünf Sammelgruppen bzw. zehn Gerätekategorien. Nicht nur Kühlgeräte und Geräte der Unterhaltungselektronik, sondern auch gewisse Spielwaren und Haushaltsgeräte fallen in diese Rubriken. Der Händler nimmt das Altgerät kostenlos entgegen und leitet es an den Hersteller weiter, bei dem die Verantwortung für die Entsorgung und Wiederverwertung liegt. Es lohnt sich, das alte Gerät im Geschäft zurückzugeben, denn manchmal erhält man dadurch einen Rabatt auf den Neukauf. Aber auch hier gilt, dass man das Gerät selbst hinbringen muss und die Transportkosten sowie der Aufwand unumgänglich sind. Und was, wenn man das Gerät online bestellt hat und der Händler sich gar nicht in Berlin befindet? Dann lohnt sich der Aufwand meist nicht.

Die Alternative: Schrott verkaufen

Es gibt Unternehmen, die sich auf das Abholen und Ankaufen von Schrott spezialisiert haben. Sie nehmen den Elektronikschrott in Berlin an. Die Berliner Schrottankauf-Firma der Familie Gouchev beispielsweise hat im Gewerbegebiet in Altlandsberg – An der Mühle 1 – ihren Sitz. Sie holt bei Beantragung den Elektroschrott zu Hause ab und übernimmt den Transport (hier Termin vereinbaren). Nicht nur wiederverwendbare Innenteile und noch funktionierende Komponenten der Geräte, sondern auch die darin enthaltenen Metalle – allen voran die Edelmetalle bei der IT-Elektronik – können recycelt werden. Daher zahlt der Schrottankäufer pro Kilogramm einen festen Preis. Was nicht verwendbar ist, wird getrennt, sortiert und fachgerecht entsorgt. Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand: Man spart sich den aufwendigen Eigentransport und das lange Suchen, welches Gerät wohin gebracht werden muss. Außerdem erhält man Geld für den Elektronikschrott, speziell die Edelmetallpreise sind teilweise recht hoch.

Bildquellen:
  • | berlin-info

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