Achtung, Heuschnupfen: Die Pollensaison ist in vollem Gange

Juckende, rote Augen, heftige Niesanfälle und eine laufende Nase: Die Symptome von Heuschnupfen muss inzwischen jeder sechste Deutsche am eigenen Leib erfahren. Und die Zahl der Allergiker nimmt ständig weiter zu.

info-heuschnupfen-pollensaison-in-vollem-gange-1395-2227Heuschnupfen ist eine Überreaktion des Immunsystems. Der Körper eines Allergikers behandelt die für andere Menschen harmlosen Pollen wie Krankheitserreger und bekämpft sie mit Antikörpern. Dabei wird der Botenstoff Histamin freigesetzt, der wiederum für Reaktionen wie Juckreiz, Niesen, Atemnot und rote Augen sorgt. Auch die stark verbreitete Nesselsucht (Urtikaria), die mit Quaddeln auf der Haut und quälendem Juckreiz einhergeht, wird in den meisten Fällen von dem Botenstoff Histamin ausgelöst. Wer glaubt, an Nesselsucht erkrankt zu sein: Hilfe bei der Arztsuche gibt es auf nesselsuchtinfo.de.

Schon früh im Jahr fliegen die Pollen

Seit Jahren beginnt die Allergie-Saison besonders früh – die milden Winter und relativ hohen Frühlingstemperaturen lassen die Pollen nur so fliegen, Haselnuss und Birke sind die ersten Boten im Heuschnupfen-Jahr. Mediziner raten, die Allergie beim Arzt behandeln zu lassen, denn bei einem Vierte der Allergiker würde sich der Heuschnupfen sonst nach rund zehn Jahren zu Bronchialasthma entwickeln. Um diesem sogenannten Etagenwechsel vorzubeugen, ist eine frühzeitige Therapie ratsam. Die Berliner Charité hat sogar berechnet, dass bei etwa 20 Millionen Deutschen Behandlungsbedarf besteht.

info-heuschnupfen-pollensaison-in-vollem-gange-1395-2228Das Problem: Die meisten Allergiker wissen gar nicht, gegen was sie eigentlich allergisch reagieren. Ein Vergleich des Pollenflugkalenders mit den eigenen Symptomen liefert erste Hinweise. Auch der sogenannte Prick-Test beim Dermatologen kann helfen: Tröpfchen mit rund 30 verschiedenen Allergenen werden mit einer Mini-Nadel in die oberste Hautschicht gebracht. Die typischen allergischen Reaktionen wie Quaddelbildung und Rötung treten schon nach ein paar Minuten auf. Der Arzt kann auf diese Weise ablesen, welches Allergen den Körper in Aufruhr versetzt. Aufwendiger ist eine Blutuntersuchung, bei der sich spezifische Antikörper im Blut bestimmen lassen. In Berlin finden Allergiker zum Beispiel im Allergie-Centrum der Charité Hilfe, um ihre Allergie zu bestimmen und zu therapieren.

Auch der Klimawandel ist schuld

Warum Heuschnupfen und andere Allergien so stark zunehmen, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Der Klimawandel trägt offenbar Mitschuld, durch die höheren Temperaturen verlängert sich die Pollenflugzeit und Pflanzen, die sich mit dem milderen Klima ansiedeln, können neue Allergien hervorrufen.

Bildquellen:
  • Die Allergie gegen Birkenpollen zählt zu den am weitesten verbreiteten Arten des Heuschnupfens. | Borris | berlin-info
  • Heuschnupfensaison 2015 | Borris | berlin-info
  • Heuschnupfensaison 2015 | Borris | berlin-info

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