Achtung Steuerfalle – Steuerliche Behandlung von Werbegeschenken

Sei es zur Neukunden-Gewinnung, Kunden- oder Mitarbeiter-Bindung - Werbegeschenke liegen im Trend. Und das Schöne daran ist, dass sich diese Marketingaktivitäten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen lassen. Das funktioniert allerdings nur, wenn sich ein Unternehmen an gewisse Spielregeln hält und gesetzlich festgeschriebene Freigrenzen nicht überschreitet. Denn wenn zu viel Geld für Werbegeschenke ausgegeben wird, greift der Staat nicht nur dem Schenker, sondern mitunter auch dem Beschenkten in die Tasche.

Präsente für Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter stärken die Zusammenarbeit, können Motivationsspritze sein und Beziehungen intensivieren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmen im Laufe der Jahre immer mehr für Werbegeschenke ausgeben haben, was eine Studie des GWW* (Gesamtverband der Werbe-Artikel-Wirtschaft e.V.) zeigt: Der Gesamtumsatz mit Werbeartikeln lag in Deutschland 2004 bei rund 2,8 Milliarden Euro, 2013 bei knapp 3,5 Milliarden Euro. Damit das Geschäft mit dem Geschenk für beide Seiten lohnenswert ist, die Kosten nicht explodieren und Präsente steuerlich abgesetzt werden können, müssen gewisse Freigrenzen eingehalten werden.

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Die 35-Euro-Grenze für Geschäftspartner und Kunden

Wer seinen Geschäftspartnern Geschenke machen möchte, darf pro Person nicht mehr als 35 Euro im Jahr ausgeben. Die Präsente müssen einen betrieblichen Hintergrund haben (z.B. Geburtstage, Jubiläen und ähnliche Ereignisse). Als Schenker darf das Unternehmen im Gegenzug keine Gegenleistungen bzw. Sonderkonditionen annehmen oder sogar verlangen. Diese "magische Steuergrenze", wie Buxmann die Freigrenze passend nennt, darf nicht überschritten werden, ansonsten gilt das Geschenk als private Ausgabe und kann nicht abgesetzt werden. Doch es gibt eine Ausnahme: Die Freigrenze wird hinfällig, wenn das Präsent nur betrieblich genutzt werden kann.

Die 35-Euro-Freigrenze pro Geschäftsjahr gilt ebenso bei Kunden. Werbegeschenke können steuerlich abgesetzt werden, wenn sie den Betrag nicht überschreiten. Wer jetzt glaubt, er darf einem potentiellen Kunden am Messestand keinen Kugelschreiber mehr in die Hand drücken, liegt falsch. Denn wenn ihr Wert unter 10 Euro liegt, dürfen Werbeartikel frei verteilt und als Betriebsausgaben deklariert werden.

Wenn Geschenke für Arbeitnehmer zur Steuerlast werden

Anders sieht es in der Gruppe der Arbeitnehmer aus, für diese darf ein Unternehmen pro Person sogar mehrmals im Jahr bis zu 40 Euro ausgeben. 2015 wird diese Grenze auf 60 Euro angehoben. Übertreiben sollte man es jedoch nicht: Die Geschenke sollten zu bestimmten Anlässen wie zum Beispiel zu Geburtstagen, Jubiläen oder bestandenen Prüfungen erfolgen und sind zwar mehrfach im Jahr, aber nicht mehrfach im Monat angebracht. Für Gutscheine gelten übrigens besondere Regeln, denn auf ihnen darf nur eine Gegenleistung und kein Betrag angegeben sein.

Doch Vorsicht! Sobald ein Unternehmer die Freigrenze für Mitarbeiter-Geschenke nicht einhält, kann dies zur erhöhten Steuerlast für den Arbeitnehmer führen. Denn wenn 40 Euro brutto auch nur um wenige Cent überschritten werden, gibt es keine Steuerfreiheit mehr. Dem Unternehmen macht dies nichts aus, denn das Geschenk kann trotzdem voll als Betriebsausgabe gezählt werden. Beim Mitarbeiter wird der gesamte Betrag allerdings als Arbeitslohn angerechnet und somit sozialabgabenpflichtig.

Bildquellen:
  • | tma | berlin-info

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