Weizengras zum trinken und Nudeln zum selber verpacken – 3 gesunde Orte in Berlin

Der Trend geht immer mehr zu einer Ernährung, die aus frischen Lebensmitteln besteht und nach Möglichkeit aus der eigenen Region kommt. In Berlin, wo alternative Lebens- und Ernährungsformen geballt auftreten, finden Interessierte schnell Orte, an denen Gesundes und Nachhaltiges angeboten wird. Neben dem „Superfood" Weizengrassaft, den man in diversen Bars bekommt, bieten auch Wochenmärkte wie der in der Markthalle Neun Regionales und Ökologisches. Egal ob fertige Produkte oder einfach nur Gemüse, von dem man weiß, wo es herkommt. Mit dem Laden „Original Unverpackt“ wurde ein altes Konzept wiederbelebt und dem Verpackungsmüll der Kampf angesagt. Schließlich ist nicht nur wichtig, was wir einkaufen, sondern auch wie wir es einkaufen. Weniger Verpackung und individuelle Mengen sind ein Schritt in die richtige Richtung, wie der große Erfolg des Konzeptes zeigt. Wir stellen drei dieser Orte vor, die einen selbst und die Umwelt gesünder wer

Alternativer Wochenmarkt

einkaufen-weizengras-zum-trinken-nudeln-zum-selber-verpacken-1353-2135Die Markthalle Neun gibt es noch nicht so lange, aber sie gehört definitiv zu den besonderen Orten in Berlin. Bevor das jetzige Konzept dort eingezogen ist, wurde die historische Markthalle dominiert von der Filiale eines Supermarktdiscounters sowie einer Bekleidungskette im Niedrigpreissegment – weder so attraktiv oder alternativ, wie Kreuzberg eigentlich sein möchte. Nach der Abwendung des Planes, die Halle in ein Einkaufszentrum zu verwandeln, habne die jetzigen Investoren ein passenderes Konzept umgesetzt und sind damit sehr erfolgreich. Es geht darum, Nahrungsmittel und Ernährung wieder anders zu betrachten. Ebenso stehen Biodiversität, die Umwelt und die Frage, wie man regionale Lebensmittel besser in die Stadt einbetten kann im Vordergrund. Jeden Freitag und Samstag findet ein Wochenmarkt statt, auf dem man saisonale Produkte kaufen kann, die immer aus der Region kommen – ökologisch erzeugte Lebensmittel also, die fair und durch den direkten Kontakt zu den Erzeugern über kurze Wege angeboten werden. Neben dem Wochenmarkt finden in regelmäßigen Abständen besondere Themenmärkte wie zum Beispiel der Naschmarkt statt, auf dem es ausschließlich um Süßigkeiten geht. Außerdem werden Kochkurse angeboten, und die Halle selber hat auch Kulinarisches im Angebot. Sogar saisonal passende Rezepte werden auf der Website der Halle angeboten. Ob nun zum Wochenmarkt oder einer besonderen Veranstaltung, die Markthalle Neun ist ein Erlebnis und definitiv einen Besuch wert.

Grüne Smoothies und Weizengrassaft

einkaufen-weizengras-zum-trinken-nudeln-zum-selber-verpacken-1353-2136Ein Trend, der gleich nach Fruchtsmoothies aufkam, sind Smoothies aus Gemüse. Im Vergleich zu ihren Verwandten mit Obst enthalten sie weniger Zucker, machen satt und enthalten sehr komprimiert die wichtigsten Nährstoffe. Kurzum: Gesundheit zum Trinken. Anhänger des pürierten Healthy-Snacks haben bestimmt schon einen entsprechenden Mixer und ein Rezeptbuch parat, voll mit Kombinationen, die geschmacklich besonders interessant sind. Neugierige, die nicht so begabt sind, was das Experimentieren angeht, können sich rund um das Thema grüne Smoothies auf gruene-smoothies.com Inspiration holen. Schließlich kommt man so ganz ohne weiteres nicht auf einen Zucchini-Koriander-Sesam-Smoothie. Wer keine Lust oder Zeit zum Selbermachen hat, der kann bei funkyouffod.com vorbeischauen. Die kleine Saftbar, die auch Sandwiches und besonderen Café anbietet, bietet viele verschiedene grüne Smoothies und Säfte an. Diesmal nicht im hippen Kreuzberg, sondern in der recht neuen Concept Mall „Bikini Berlin" nähe Zoologischer Garten am Ku'damm. Neben den normalen Vitaminbomben gibt es hier auch Superfood-Smoothies mit Weizengrassaft. Weizengras soll besonders reich an Vitalstoffen sein und das Immunsystem stärken. Die grüne Farbe ist ein Hinweis auf besonders viel Chlorophyll und damit extrem viele Vitamine, Eisen und Calcium. Eine Location, die sich in erster Linie um dieses grüne Gold dreht, ist die Weizengrassaft Bar „Dresden in Berlin" in Kreuzberg, passend in der Dresdener Straße 19. Die Bar gibt es bereits seit 2011, und sie ist ein Ort zum Wohlfühlen. Unprätentiös und mit viel Wärme hat der Besitzer (ein Urberliner) das Café eingerichtet – ein typisches Berliner Kleinunternehmen, und nicht nur wegen des Superfoods einen Abstecher wert. Die Renovierung nach Übernahme brachte antike Fliesen und schönen Stuck zutage, der vorher unter Laminat und Tapete verborgen war. Dies verleiht dem Laden zusätzlich ein besonderes Flair. 

Lebensmittel ohne Verpackung

Unser dritter Ort ist bis jetzt der einzige seiner Art, auch wenn das Konzept sehr alt ist: In Tante-Emma-Läden gab es die Lebensmittel nicht fertig verpackt und abgefüllt, sondern lose in großen Gläsern oder Körben. Heute bekommt man alles nur noch in Plastik verpackt und in vorgegebenen Mengen. Das hat viel Verpackungsmüll zufolge, und wenn mal eine kleinere Menge benötigt wird, muss trotzdem mehr gekauft werden. Ebenfalls in Kreuzberg, in der Wiener Straße 16, findet man das „Original Unverpackt", ein Supermarkt im Stile eines Tante-Emma-Ladens, der genau das ändern will. Hier gibt es wie früher alles in genau der Menge, die man braucht – und zwar unverpackt. Der Kunde bringt seine Behälter mit, wiegt sie vor dem Einkauf ab und befüllt sie dann mit Nudeln, Öl, Duschgel oder Mehl. Falls man spontan einkaufen möchte, gibt es auch Leihbehälter. Das Sortiment ist das eines normalen Supermarktes, bloß dass kein Aufwand für Verpackung, Design und Werbung betrieben werden muss. Bevorzugt werden ökologisch erzeugte Produkte aus der Region angeboten. Die Kreuzberger Marktleiterin schreibt auf der Website des Unternehmens, sie kaufe nur das ein, was sie auch selbst mit Vorliebe benutzen würde. Um die ebenfalls sehr erfolgreiche Idee zu verbreiten und Verpackungsmüll weiter zu reduzieren, wird das Konzept nun auch für Franchisenehmer angeboten. Alle drei Konzepte und Unternehmensarten sind so einzigartig wie typisch für diese Stadt. Mit viel Idealismus und einer guten Idee wird aus einer alten Lokalität etwas Besonderes gemacht. Nicht bloßes Profitstreben steht im Vordergrund, sondern Projekte werden mit Herz umgesetzt. So kann man in Zukunft auch weiterhin an vielen Orten gesund essen und nachhaltig einkaufen.

Bildquellen:
  • Markthalle Berlin | Borris | berlin-info
  • Bikini Berlin | Borris | berlin-info

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