Die Wikinger - im Martin-Gropius-Bau - 10.09.2014 bis 04.01.2015

Niederkirchnerstraße 7 10963 Berlin

Vom 10. September 2014 bis zum 4. Januar 2015 lädt eine faszinierende Ausstellung in Berlin im Martin­Gropius­Bau dazu ein, Geschichte und Kultur der Wikinger besser kennenzulernen. Als bärtige, Met trinkende Haudegen und Seeräuber mit gehörnten Helmen, das Schwert in der Faust, so stellt man sich die Wikinger bis heute vor.


„Die Wikinger“­Ausstellung liefert nun ein viel differenzierteres Bild: Die Wikinger waren in der Tat Eroberer, aber sie drangen auch Siedler und Händler in unbekannte Lebensräume vor und brachten von ihren Reisen Eindrücke, Handelswaren und technische Kenntnisse mit. Die Ausstellung zeigt Alltagsgegenstände, Waffen, Schmuck, Artefakte aus Schiffsbau und Architektur und Kultgegenstände mit typischen Ornamenten und Runenschrift. Die Funde entstammen archäologischen Ausgrabungen von Gräbern und Siedlungen. Viele Exponate werden bei dieser Gelegenheit erstmals öffentlich gezeigt, dank der fruchtbaren Zusammenarbeit des Britischen Museums in London und dem Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen mit dem Museum für Vor­ und Frühgeschichte der Staatlichen Museen in Berlin.

Wer waren die Wikinger

Die Wikinger zogen in mehreren Wellen aus den Ländern des heutigen Skandinavien auf Entdeckungs­ und Plünderungsfahrten aus. Im Frühen Mittelalter, etwa zwischen 700 und 1050 n. Chr., errichteten sie Stützpunkte für ihre Reisen, eroberten ganze Reiche und etablierten eigene Handels­ und Herrschaftszentren. So besetzten sie beispielsweise im 9. Jahrhundert weite Teile der Ostküste Großbritanniens, eroberten die Normandie und gründeten das Reich der „Rus“ im Gebiet um das heutige Kiew, von wo aus sie bis ans Schwarze Meer vordrangen. Zwischen den Eroberern und den Besiegten fand ein kultureller Austausch bis hin zu einer gegenseitigen Assimilation statt. Dabei wechselten die Wikinger in kurzer Zeit vom altnordischen Glauben zum Christentum.

Seefahrer, Eroberer, Krieger, Händler, Bauern – die Facetten der Wikinger-Kultur erleben

ausstellungen-die-wikinger-die-ausstellung-im-martin-gropius-bau-1252-1862Der Erfolg der nordländischen Eroberungen beruhte vor allem auf technischer Überlegenheit: Von den Völkern, die sie unterwarfen, unterschieden sie sich durch ihre weitaus bessere Bewaffnung. Die seetüchtigen Langschiffe waren mit einer Kombination aus Rudern und Großsegeln jeder herkömmlichen Galeere an Schnelligkeit und Beweglichkeit überlegen. Erst die byzantinische Flotte mit ihrer Geheimwaffe, dem „griechischen Feuer“, konnte ihnen Einhalt gebieten. Ebenso tüchtig wie als Händler, Krieger und Seefahrer waren sie auch als Bauern und Handwerker, stets auf der Suche nach neuem Lebensraum. Wikinger besiedelten vom 9. bis zum 13. Jahrhundert Teile der Küste von Grönland und im 10. Jahrhundert für kurze Zeit sogar einen Landstrich von Neufundland. Sie drangen auf der Themse flussaufwärts vor und eroberten weite Gebiete an der Loire. Der Schlüssel zur Unternehmungslust der Wikinger waren die berühmten Drachenschiffe: Im Zentrum der Berliner Ausstellung steht denn auch ein besonderes Artefakt, Reste des Rumpfs der „Roskilde 6“. Zwar gehörte dieses Schiff einer späten Flotte aus dem 11. Jahrhundert an, zeigt aber alle typischen Merkmale eines Wikingerschiffs, von der ausgeklügelten Verarbeitung der Eichenbohlen bis zum hohen Mast, der dem Segel besondere Flexibilität verlieh und zu dem bei Bedarf mit gewachsten Planen geschützten Schiffsrumpf.

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 19:00 Uhr
Dienstag Geschlossen
Mittwoch - Sonntag 10:00 - 19:00 Uhr

Eintrittspreise

Grundtarif: 12,00 €

Ermäßigt: 6,00 €

Eintritt frei bis 18 Jahre

Bildquellen:
  • Das Wikingerboot Seehengst am Schiffbauerdamm | Borris | berlin-info

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Martin-Gropius-Bau

Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Servicenr: 030 / 266424242
E-Mail: post@gropiusbau.de
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